| Insektenhotels für neuen Bienenlehrstand im Tierpark Bochum

Im Zuge der – durch die Sparkasse Bochum ermöglichten - großen Umgestaltung des Tierparks Bochum, die sich dem Abschluss nähert, wird auch ein neuer Bienenlehrstand aufgebaut. Nach dessen Fertigstellung wird es in einem "Bienenhaus" neben einer umfangreichen Ausstellung zum Leben der Honigbienen und über die Imkerei einen Schaukasten mit einem lebenden Bienenvolk geben. Auf Wiesen, die sich neben dem Bienenhaus befinden, wird es mehrere lebende Bienenvölker und eine Bienenwiese geben. Dieser neue und äußerst interessante Erlebnisstandort "Bienen" wird u. a. von der realschule grünstraße! unterstützt und mit gestaltet

Eine erste Gruppe aus dem MINT-Zweig der realschule grünstraße! unter der Leitung der Biologielehrerin Frau Nockemann baut zurzeit "Insektenhotels" für den neuen Bienenlehrstand im Tierpark Bochum. Schüler der 7. Klasse stellten sich geeignete Naturmaterialen zusammen, um große Pflanzenschalen mit Ton, Schilf, Bambus, Baumwolle, Ziegel und Holz zu befüllen. Die Schüler lernten hierbei den fachgerechten und sicheren Umgang mit diversen Werkzeugen wie Hammer, Zange, Säge und Bohrmaschine und ließen dabei ihren kreativen Ideen freien Lauf. Nach ihrer Fertigstellung durch die Schüler werden diese "Insektenhotels" für Wildbienen und Hummeln in unmittelbarer Nähe des Bienenhauses ihren Standort finden.

Andere Gruppen der realschule grünstraße! bereiten sich schon auf weitere Teilprojekte vor. Eine Gartengruppe wird eine Bienenwiese mit Blumen, Obstbäumen und einem Kräutergarten gestalten und betreuen, eine andere erstellt ein Modell zur Tanzsprache der Bienen, die eine wichtige Kommunikationsform bei der Informationsübertragung von Orten ihrer Futterquellen bildet, und eine künstlerische Gruppe erarbeitet musikalische Beiträge zur Eröffnung des "Bienenhauses" am 23. Mai um 17.00 Uhr. Für den Tierpark Bochum bahnt sich hier ein neues "Bienennetzwerk" im Engagement für die zoopädagogische Vermittlung einer nachhaltigen ökologischen Bienenhaltung an.
Bienen sind in ökologischer und ökonomischer Hinsicht für den Menschen unverzichtbar. Die kurz vor ihrer Fertigstellung stehende "Bienenschule" als zukünftiger Bestandteil der Zooschule ermöglicht Kindern und Jugendlichen auf äußerst attraktive und anschauliche Art und Weise, mit Bienen über Bienen zu lernen und über die Imkerei zu erfahren. In Kooperation mit dem Imkerverein Bochum-Mitte, der die Bienenvölker fachgerecht betreut und der zukünftig eigene vereinsinterne Fortbildungen und Vorträge in der "Bienenschule" abhalten wird, sollen nicht nur theoretische Unterrichtseinheiten vermittelt werden ("Keine Äpfel ohne Bienen!"), sondern vor Ort Demonstrationen und praktische Vorführungen gezeigt werden. Anschauliche Exponate aus der Imkerei (Bestäubungssäulen, Bienenhäuser, Bienenwaben, Bienenmodelle u. a.) und großformatige Lehrtafeln sowie interaktive Spiel- und Lernelemente sowohl im Bienenhaus als auch davor sollen den Erlebnisunterricht vor Ort abrunden.
Die Zooschule des Bochumer Tierparks als außerschulischer Lernort setzt die Möglichkeiten eines Zoos mit seinen lebenden Tieren aus aller Welt ein, um Schüler für den Gedanken eines verantwortlichen Natur- und Umweltschutzes zu sensibilisieren. Die Zooschule nimmt den Bildungsauftrag des Bochumer Tierparks sehr ernst und ist in der Durchführung von Unterrichten in einem "lebenden Klassenzimmer" eine Bochumer Bildungseinrichtung von besonderer Bedeutung. Langfristiges Lernziel ist ein Verständnis für grundlegende Naturzusammenhänge. Hierdurch sollen die Kinder befähigt werden, Sachverhalte ihrer alltäglichen Lebensumgebung eigenständig und angemessen beurteilen zu können. Der Erfolg und die Akzeptanz der Bochumer Zooschule lassen sich an den steigenden Besucherzahlen der letzten Jahre ablesen. Zählte die Zooschule im Eröffnungsjahr 1988 noch rund 2.000 Besucher, wurden 2011 fast 15.000 Menschen in mehr als 900 Gruppen durch die Zooschule betreut.
Wir freuen uns, dass wir mit dem Tierpark Bochum einen Kooperationspartner gefunden haben, der nicht nur unseren MINT-Schwerpunkt noch attraktiver macht.
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